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Das Risikogeschäft mit dem Eiswein

Agrartipp, 03.01.2017

Wie der Mensch die Natur überlistet

Viele Winzer konnten in diesem Jahr bereits Ende November ihren Eiswein lesen. Vor allem im Anbaugebiet Saale-Unstrut und in Unterfranken ließen die knackig-kalten Temperaturen die Trauben gefrieren. Am Bodensee fehlten hingegen wenige Grad, denn erst wenn das Thermometer unter -7 Grad fällt, ist die Lese möglich. Daher gilt der Eiswein als überaus risikoreich und nur wenige Winzer lassen einen Teil der Trauben bis zum ersten Frost hängen.

Bleibt der strenge Frost im November und Dezember aus, vergammeln die meisten Trauben oder fallen Vögeln oder Wildschweinen zum Opfer. Aufgrund der immer wärmer werdenden Winter sind weniger Winzer bereit, dieses Risiko einzugehen und Eiswein wird langsam zur Rarität. Dementsprechend steigen auch die Preise.

Vollständig wird der Eiswein jedoch nicht aus den Regalen verschwinden, denn in einigen Anbauländern ist es erlaubt, den Eiswein künstlich herzustellen. Dafür werden gesunde Trauben einfach für bestimmte Zeit in Kühlhäusern eingefroren. Auch wenn der Geschmack dem natürlichen Eiswein sehr nahe kommt: Etwas fehlt dann doch!

  Lukas Melzer
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