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Gemeinsame Sache

Agrartipp, 06.10.2016

Ökologie und Gentechnik schließen sich nicht unbedingt aus

Die Gentechnik ist mittlerweile eine häufig vorkommende Methode, wenn es um den Anbau von Nutzpflanzen geht. Doch genauso häufig wird sie von vielen Wissenschaftlern und der Bevölkerung kritisiert. Ein häufiges Argument ist das Eingreifen ins Erbgut ohne die Langzeitfolgen abschätzen zu können. Es wird oft mit einer „unnatürlichen“ Methode gleichgesetzt, die auch einen langfristigen Einfluss auf die Qualität der Pflanzen habe.

„Die Zeit“ interviewte Professor Schäfer für Biodiversität der Pflanzen an der Universität in München. Dieser ist der Meinung, dass die Gentechnik einen Nutzen für unsere Umwelt haben kann. Dabei geht es ihm vor allem um die Biodiversität der Pflanzen und Tiere.

Doch wieso steigert die Gentechnik die Biodiversität?

Die Menschheit wächst immer weiter und wir brauchen nicht nur Platz, sondern auch Lebensmittel zum Leben. Schon heute wird ungefähr ein Drittel der Erdoberfläche landwirtschaftlich genutzt. Doch bis 2050 werden wir laut den Vereinten Nationen 9,5 Milliarden Menschen sein und brauchen demnach noch mehr Platz für unsere landwirtschaftliche Produktion. Dieser Platz raubt Tier und Pflanze den Lebensraum und führt zu einem Artenverlust.

Die Gentechnik sorgt oft für anspruchslosere Pflanzen und einen hohen Ertrag auf einer kleineren Fläche als bisher benötigt.

Höhere Produktivität auf kleinerer Fläche bedeutet demnach höhere Biodiversität.

Zudem wird das Wetter durch den Klimawandel unberechenbarer und es werden Pflanzen benötigt, die toleranter gegenüber extremer Trockenheit oder Überschwemmung sind. Trotz vieler Nachteile sei Gentechnik „akzeptabel“, um die Nahrungssicherung zu gewährleisten und zudem die Natur zu schützen und eine Artenvielfalt zu gewährleisten.

  Sarah Bertram
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