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Bauern als Marionetten

Natur-Wetter, 14.02.2017

Konzernmacht statt Ressourcenschutz.

Ein kleiner Bauernhof mit weiten, grünen Wiesen, ein paar glücklichen Hühnern und Kühen: Diese Bilderbuchvorstellung von Bauernhöfen ist nicht mehr real. Stattdessen wird auf Masse und Gewinne gesetzt und das nicht immer auf Wunsch der Bauern, die die Betriebe leiten und führen.

Der Druck steigt in der landwirtschaftlichen Produktion. Eine regelrechte Fusionswelle flutet mittlerweile über die Agrar- und Ernährungsindustrie. Große Unternehmensgruppen wie Bayer oder Monsanto schlucken kleine Unternehmen, sodass immer weniger Unternehmensgruppen den globalen Markt beherrschen.

Bild: Achim Otto

Der Handel mit Agrarrohstoffen wird schon heute zu 70 Prozent von vier Großkonzernen kontrolliert. Diese sind vor allem an Gewinnen und Massenverkauf orientiert.

Für die Bauern bedeutet das häufig eine Abhängigkeit, starke Kontrollen und Gesetzesauflagen. Der Sektor wird immer mehr fremdbestimmt von außen, während die Landwirtschaftler selber immer weniger Mitspracherecht haben. Die großen Umweltbelastungen kommen meist nicht – wie häufig suggeriert wird – von den Bauern selbst, sondern von Konzernen, die diese überwachen und steuern.  

Folgen dieser Machtübernahmen sind weniger Arbeitsplätze, Preisdruck und schlechtere Arbeitsbedingungen. Auch die Umweltbedingungen stehen nicht mehr im Mittelpunkt der Ernährungsindustrie. Bodenabtrag und starke Umweltbelastungen sind die Folge.

Bauern werden als Marionetten benutzt, um den Konzern vorran zu treiben. Das Geschäft mit unserer Nahrung erreicht ungeheure Dimensionen.

  Sarah Bertram
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