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Die Waage im Ungleichgewicht

Klima, 09.10.2017

Der Norden verschmutzt, der Süden badet es aus

Dürren, Hitzewellen oder Überschwemmungen: Naturkatastrophen treffen vor allem die Menschen in ärmeren Ländern. Sie haben mit den Folgen des Klimawandels zu kämpfen, während vor allem die nördlichen Länder die starke Klimaveränderung hervorgerufen haben.

Indigene Gruppen aus meist ärmeren Ländern sind mit dem Ausgang der Klimaschutzkonferenz nicht zufrieden. Es ging vor allem um Geld. Um viel Geld, welches ihnen zu Gute kommen sollte. Das Geld – es handelt sich um 100 Milliarden Euro jährlich – sollte diesen Ländern helfen mit den Folgen des Klimawandels umzugehen. Doch die Kontrolle über die Gelder behalten weiterhin die Industriestaaten.

Vor Ort kommt das Geld nur leider selten direkt an, wie die Linke behauptet. Während sich die reichen Länder, durch den Ausbau erneuerbarer Energien in Entwicklungsstaaten, das Geld weiter in die Taschen schaufeln, gehen viele ärmere Länder leer aus. Ein Ungleichgewicht entsteht, welches nur durch konkrete Umsetzungen ausgeglichen werden könnte.

Nicht allein aus diesen Gründen beschlossen 45 Staaten ganz auf fossile Energieträger zu verzichten. Wer könnte es besser beurteilen als Länder, die unmittelbar betroffen sind und nicht nur von außen auf das Geschehen schauen? Der Kampf von Seiten der Entwicklungsländer um Hilfe aus der Welt geht also weiter. Die einen Verschmutzen, die anderen müssen mit den Folgen leben.

Man würde wohl lügen, wenn man behaupte, dass sich dieser Umstand nicht schon seit Jahrzehnten in unserer Gesellschaft abspielt und nicht nur den Klimawandel betrifft. Die Waage zwischen Nord- und Südstaaten schlägt zurzeit verdächtig weit aus. Es geht um Kontrolle und Macht. Um Macht, die vor allem von Seiten der Industriestaaten ausgeübt wird, da den Entwicklungsländern die Mittel dazu fehlen.

  Sarah Bertram
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