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'Burglind' und hohe Pegel

Klima-Rückblick, 10.01.2018

Unser Klima-Rückblick für den Zeitraum 03.01. - 09.01.2018.

Milde Luft aus Südwest ließ die Temperaturen über Deutschland am Silvesterwochenende sowie an Neujahr (30.12. - 01.01.) häufig in den zweistelligen Bereich klettern, so dass auch im höheren Bergland Tauwetter einsetzte. Im Breisgau erinnerten Temperaturen von über 15 Grad C fast schon ein wenig an Frühling. Jedoch sorgten Schlechtwettergebiete mit Wind und Regen für ungemütliches Wetter und nur wenig Sonnenschein im Land. Die Pegelstände der Flüsse stiegen.

Abgesehen von kurzen Auflockerungen mit etwas Sonnenschein dominierten am Dienstag (02.01.) dichte Wolken. Örtlich regnete es auch oder es gingen Schauer nieder. Im Bergland fiel teilweise wieder Schnee. Die Höchsttemperaturen erreichten 3 bis 8 Grad C.

Orkantief „Burglind“ brachte zum Mittwoch (03.01.) nicht nur viel Wind sondern auch teilweise ergiebigen Regen, dabei blitzte und donnerte es örtlich auch. Bei Temperaturen von bis zu 14 Grad C im Südwesten stellte sich bis ins höhere Bergland Tauwetter ein, so dass die Pegel der Flüsse in Verbindung mit dem Regen weiter anschwellen konnten. Windgeschwindigkeiten von teils über 100 km/h sorgten örtlich für Schäden durch umgestürzte Bäume und abgedeckte Dächer.

Hier einige Spitzenböen:

Hornisgrinde (Nordschwarzwald): 159 km/h

Brocken (Harz) 150 km/h

Freudenstadt (Nordschwarzwald): 139 km/h

Weinbiet (Pfalz) und Hohenpeißenberg (Südbayern): jeweils 133 km/h.

Extreme Niederschläge am 03.01.2018 vor allem im Süden. Hochwasser war die Folge.

Nach dem Sturm von legte sich der extreme Wind am Donnerstag (04.01.) wieder, dafür regnete es aber in der Südwesthälfte munter weiter, so dass die Pegel der Flüsse weiter anstiegen. Zum Teil gab es bereits schon größere Überflutungen. An den Westhängen des Schwarzwaldes fielen an die 100 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Im Norden wechselten sich kurze Auflockerungen mit etwas Regen oder einigen Schauern ab. Die Höchsttemperaturen lagen zwischen 6 und 9 Grad C, am Oberrhein wurden auch wieder Werte von über 10 Grad C erreicht.

Wegen der großen Regenmengen und des Tauwetters in den Mittelgebirgen führten auch am Freitag (05.01.) viele Flüsse im Land Hochwasser und es kamen erneut Regenmengen von 5 bis 25 Litern hinzu. Sonst blieb es überwiegend trüb, nur gebietsweise riss die Wolkendecke mal auf, so dass die Sonne eine Chance erhielt. Mit Temperaturen von 5 Grad C im nördlichen Schleswig-Holstein und 14 Grad C im Breisgau blieb es weiterhin viel zu mild für die Jahreszeit.

Am Samstag (06.01.) zog nochmals eine Regenzone mit Mengen zwischen 5 und 15 Litern pro Quadratmeter in die Landesmitte hinein. Sonst beruhigte sich das Wetter und vor allem im Süden schien längere Zeit die Sonne. Hier wurde es mit Temperaturen zwischen 10 und 14 Grad C fast schon vorfrühlingshaft mild. Sonst wurden 5 bis 10 Grad C erreicht. Kühler blieb es bereits im Norden von Schleswig-Holstein.

Hochwasserwoche für einige deutschen Flüsse
- besonders stark war der Rhein, hier bei Bonn, betroffen

Dank kälterer und trockener Luft aus Skandinavien schien am Sonntag (07.01.) im Norden gebietsweise längere Zeit die Sonne. Es gab auch schon leichten bis mäßigen Frost. Sonst dominierte das Wolkengrau, der Niederschlag über der Mitte ließ jedoch im Tagesverlauf nach. Ein auffrischender Nordostwind drückte die Temperaturen nach unten. Im Norden wurden Höchstwerte von nur noch 1 bis 3 Grad C gemessen, im Süden und Westen zwischen 4 und 8 Grad C. Hochwasser herrschte vor allem am Rhein.

Nördlich der Mittelgebirge schien am Montag (08.01.) nach frostiger Nacht verbreitet die Sonne von einem blauen Himmel. Dazu blieb es auch tagsüber ziemlich kalt. Sonst dominierten jedoch die Wolken und ließen nur stellenweise etwas Sonnenlicht durch. Regen fiel jedoch nicht, so dass das Hochwasser am Mittelrhein seinen Höhepunkt erreichen konnte. In Nordbaden erreichten die Temperaturen milde 9 Grad C.

Von Süden wehte am Dienstag (09.01.) Saharastaub über Deutschland hinweg. Gebietsweise schien auch mal die Sonne, sonst dominierten die Wolken, vereinzelt tröpfelte es. In Norddeutschland blieb es nach frostiger Nacht mit 2 bis 5 Grad C noch mäßig-kalt, sonst wurde es mit 5 bis 10 Grad C wieder mild. Im Südosten sowie in München erreichten die Temperaturen föhnbedingt sogar vorfrühlingshafte 12 bis 15 Grad C.

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