Anzeige

Warum knicken Bäume bei Sturmereignissen um?

aktuell, 08.10.2017

Je höher der Widerstand desto wahrscheinlicher der Fall.

Am Donnerstag fegte Orkantief "Xavier" mit Windgeschwindigkeiten jenseits von 100 km/h über den Norden und Osten des Landes. Unzählige Bäume stürzten um, noch mehr verloren durch die starken Winde ihre Äste.

Doch wie kann es dazu kommen, dass tonnenschwere Eichen Winden zum Opfer fallen?

Bild: Sarah Bertram

Ursächlich für das Verlieren der Äste, oder gar der Entwurzelung des Baumes, ist der Widerstand, der der Baum dem Wind bietet. Je höher der Widerstand, desto eher brechen die Äste vom Baum ab.

Die Formel zum Berechnen dieses Widerstands lautet: W = cw * ρ/2 * v2

Das W steht dabei für den Windwiderstand des Baumes, ρ für die Luftdichte, die in diesem Fall als konstant anzunehmen ist.

Damit es den Bäumen die Äste ausreißt, ist ein Zusammenspiel von zwei Komponenten vonnöten. Jedem ist klar, dass ein laues Lüftchen keine Zerstörung anrichten kann, erst ein ausgewachsener Sturm ist hierzu im Stande.

Zum einen muss also die Windgeschwindigkeit erhöht sein, was sie am Donnerstag ohne Zweifel war. Sie wird in der Formel mit v beschrieben. Es kommt aber noch ein weiterer wichtiger Faktor hinzu. Dieser ist der Widerstandsbeiwert, in der Formel cw. Dieser Wert erhöht sich drastisch durch die Blätter, die am Baum hängen. Durch diesen Anstieg steigt nun auch der Windwiderstand, was widerum dafür sorgt, dass der Baum die Äste verliert oder eventuell sogar ganz aus dem Boden gerissen wird.

Die Grafik zeigt die sich unterscheidenden Windwiderstände von Bäumen mit und ohne Laub bei zunehmender Windgeschwindigkeit.

  Redaktion
 Team-Info
 Team-Kontakt




mehr

Wetter-Nachrichten - das könnte Sie auch interessieren:

Wetter-Meldungen

Anzeige