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Lawinenlagebericht Bayern

Lawinenbericht, 03.01.2006

Lawinenlagebericht für den bayerischen Alpenraum
Dienstag, 03. Januar 2006, 07.30 Uhr


Gefahrenstufe 4 - große Lawinengefahr


Allgemeines:
Vom Berchtesgadener Land bis ins Ammergebirge fielen örtlich bis zu 50 cm, auf der Zugspitze ca 80 cm Neuschnee. Die Allgäuer Berge erhielten einen Neuschneezuwachs von örtlich bis zu 30 cm. Begleitet wurde der Schneefall durch einen mäßigen Wind aus nördlicher Richtung. Vom Chiemgau bis ins Berchtesgadener Land werden heute weitere kräftige Schneeschauer erwartet. Die Temperaturen liegen in 2000 m um -8 Grad.


Schneedecke:
Der lockere Neuschnee wurden durch den mäßigen Wind leicht verfrachtet und liegt in den tiefen und mittleren Lagen auf einer oberflächlich verharschten Altschneedecke. Er hat nur wenig Bindung und ist daher sehr störanfällig. Auch in den Hochlagen sind kammnah neue Triebschneeansammlungen entstanden, die leicht zu stören sind.


Beurteilung der Lawinengefahr:
Vom Berchtesgadener Land bis zum Ammergebirge herrscht eine große, weiter westlich eine erhebliche Lawinengefahr. Gefahrenstellen liegen in allen Hangrichtungen, vorwiegend in kammnahen Steilhängen und in triebschneeverfüllten Rinnen und Mulden. Bereits bei geringer Zusatzbelastung, z.B. durch einen einzelnen Skifahrer, ist eine Auslösung von Schneebrettlawinen wahrscheinlich. Auch in mittleren Lagen sind sogar im etwas lichterem Wald, vor allem in frisch eingewehten Bereichen, Schneebrettauslösungen durch einen einzelnen Skifahrer möglich. Aus stark eingewehten Geländezonen sind vereinzelt Selbstauslösungen von zum Teil großen Lockerschnee und Schneebrettlawinen möglich, die durchaus größere Reichweiten erreichen können. Auch aus steilen lückigen Bergwälder können sich Lockerschnee- und Schneebrettlawinen von selber lösen und hangnahe Verkehrswege gefährden.


Hinweise:
Die Schneefälle halten noch an. Die Lawinensituation bleibt kritisch. Unternehmungen im freien Skiraum erfordern großes lawinenkundliches Beurteilungsvermögen. Unerfahrenen wird dringend von Tiefschneeabfahrten abseits gesicherter Pisten abgeraten.


Quelle: Lawinenwarnzentrale im Bayer. Landesamt für Umwelt
  Oliver Hellkötter
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